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Auch in diesem Jahr hat sich das Bismarck-Gymnasium beim Karlsruher Schul-Robotik-Cup ausgezeichnet geschlagen: Beim 9. Wettbewerb, der im Rahmen des MINT-Festivals in der Event Hall des SteamWork Karlsruhe ausgetragen wurde, traten insgesamt 20 Teams aus neun Schulen mit selbst konstruierten Robotern gegeneinander an.
Gemessen wurden die Teams in drei Disziplinen: Mars-Mission, Einparkroboter und Rettungsroboter. Dabei kam es nicht nur auf technisches Geschick an, sondern auch auf Kreativität, Teamarbeit und die Fähigkeit, unter Zeitdruck clevere Lösungen zu finden.

Doppelerfolg in der Disziplin Rettungsroboter
Besonders stolz können wir auf unsere Schüler in der Kategorie Rettungsroboter sein:
Mit dieser starken Leistung sicherte sich das Bismarck-Gymnasium gleich zwei der drei Podiumsplätze in dieser Disziplin – ein toller Erfolg, der die intensive Vorbereitung und den Einsatz der beiden Schüler eindrucksvoll belohnt.
Wir gratulieren Elias und Daniel herzlich zu diesem großartigen Erfolg!
Am Freitag, den 10. Juli 2026, hat die Klasse 7c des Bismarck-Gymnasiums das Mathelabor des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) besucht. Dass Mathematik auch praktisch und kreativ sein kann, zeigte ein abwechslungsreicher Vormittag voller kniffliger Herausforderungen, kreativer Lösungen und überraschender Aha-Momente!

Es wurden stabile Brücken ohne Seile, Kleber oder Schrauben gebaut, komplexe Legepuzzles gelöst und Logikrätsel wie die Türme von Hanoi gemeistert. Wer hätte gedacht, dass Mathematik auch Magie mit Knoten oder das Binden einer Krawatte beinhalten kann? Beim Funktionen laufen wurde nicht nur der Kopf, sondern auch die Beine in Bewegung gesetzt – eine perfekte Vorbereitung auf den anstehenden 24-Stunden-Lauf am Wochenende.
Erstaunt über die vielfältigen und spielerischen Seiten der Mathematik bedanken wir uns herzlich beim Team des Mathelabors für die tolle Organisation und Betreuung!
Kai Marquardt
Am vergangenen Dienstag wurden die über 60 Teilnehmenden des Englisch Wettbewerbs THE BIG CHALLENGE geehrt. Alle erhielten eine Urkunde und eine Anerkennung, die Stufenbesten wurden in besonderer Weise gewürdigt.
Leonie Eckert
Das heutige Bismarck-Gymnasium ist viel älter als die Stadt Karlsruhe selbst. 1586 als „Gymnasium illustre“ unter Markgraf Ernst Friedrich in Durlach gegründet, verlegte es Markgraf Karl Wilhelm, nachdem Durlach durch 1689 die Franzosen zerstört worden war, 1724 in die neun Jahre zuvor neu gegründete Residenzstadt „Carolsruhe“. Zuerst unterrichtete man in der Langen Straße (Kaiserstraße), ab 1807 bezog man die beiden Flügel zur Seite der Stadtkirche. 1874 wurde das Lyceum am heutigen Ort in der Bismarckstraße, die 1872 nach dem Reichskanzler benannt worden war, untergebracht. Der 440-jährige Geburtstag ist Anlass, historische Persönlichkeiten, die im Laufe seiner Geschichte die Schule besuchten, und aktuelle Ereignisse miteinander zu verbinden.
In den kommenden Wochen wird durch die Fußball-WM in Mexiko, den USA und Kanada der Fußball wieder vermehrt in den Fokus rücken. Anlass für uns, den „Mann, der den Fußball nach Deutschland brachte“, in den Blick zu nehmen.
Teil I: „Mit Lederball und Trikot auf dem Engländerplatz“: Walther Bensemann (1873-1934): Fußballpionier, Journalist und Kosmopolit

Der Fußball in Süddeutschland hat eine Gründungsgeschichte eigener Art: 1889 war mit Walther Bensemann ein neuer Schüler in die Unterprima des heutigen Bismarck-Gymnasiums aufgenommen worden, der sich bald einen Fußball aus der Schweiz kommen ließ. Zusammen mit seinen 49 Klassenkameraden kickte er in der ersten 10-Minuten-Pause auf dem Schulhof, bereits nach wenigen Minuten musste ein Fenster der Schule daran glauben – eine Geschichte mit Folgen, denn: Der damalige Schulleiter, Dr. Gustav Wendt, verdonnerte die Kicker nicht zum Arrest, sondern schickte sie auf den benachbarten Engländerplatz, wo das neue Spiel sich entfalten konnte und einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde. Die Verbreitung des Fußballs nahm ihren Anfang.
Walther Bensemann wurde am 13.1.1873 in Berlin geboren. Erste Kontakte zum Fußballspiel erhielt er in der Schweiz, wo er in Montreux als Schüler einer Privatschule bereits im Jahr 1887 einen Fußballclub gründete. Von dort kam er nach Karlsruhe und ging auf das Karlsruher Lyceum (heute Bismarck-Gymnasium), wo er 1893 sein Abitur ablegte. In Karlsruhe gründete er bereits 1889 den Karlsruher Footballclub, aus dem 1891 der spätere Deutsche Meister Karlsruher Fußballverein (KFV) hervorging.
Bensemann wirkte aktiv an der Gründung zahlreicher Vereine in Deutschland mit. Den völkerverständigen Charakter erkannte er ebenfalls sehr früh: Auf sein Betreiben wurde erstmals ein deutsches Fußballteam nach Frankreich eingeladen.
Als Delegierter des FC Phönix Karlsruhe nahm Bensemann bei der Gründung des Deutschen Fußballbundes (DFB) am 28. Januar 1900 in Leipzig teil. 1920 gründete er die bis heute erscheinende Fußballfachzeitschrift „kicker“. In ihm sah er ein Symbol der Völkerverständigung durch den Sport. 1928 rief er im Schlosshotel Karlsruhe den Club der Alten (CDA) mit verdienten Fußballpionieren aus verschiedenen Ländern ins Leben.
1933 musste Bensemann aufgrund seiner jüdischen Abstammung vor den Nationalsozialisten in die Schweiz fliehen. Die Vereinnahmung des Sports durch die Nationalsozialisten und der Ausschluss jüdischer Spieler und Funktionäre war für ihn, der mit Fußball „Völkerverständigung, Internationalität und Friedensidee“ verbunden und eine politische Vereinnahmung des Fußballs immer abgelehnt hatte, ein schwerer Schlag. Walther Bensemann starb am 14.11.1934 infolge eines Hirnschlags in Montreux.
Tobias Markowitsch/Naomi Gucul
Die fischertechnik-AG des Bismarck-Gymnasiums Karlsruhe unterstützte in diesem Jahr den Messestand der Technik-Initiative Karlsruhe (technika) auf der LEARNTEC in Karlsruhe. Die Schülerinnen und Schüler präsentierten dort ihre selbst entwickelten Modelle und erklärten interessierten Besucherinnen und Besuchern das Prinzip und die Ziele der technika.
Die fischertechnik-AG schließt dabei eine wichtige Lücke in der technischen Bildung an Schulen: Hier können Kinder und Jugendliche selbst bauen, tüfteln und experimentieren. Genau dieses praxisnahe Lernen und die Begeisterung für Technik möchte auch die technika fördern und sichtbar machen.

Besonders spannend war für die AG-Mitglieder der Austausch mit den Organisatoren des CyberForum. Dabei entstanden viele neue Ideen rund um Technik, Informatik und Nachwuchsförderung.Außerdem konnten die Kinder echte Messeluft schnuppern und erleben, wie Unternehmen, Schulen und Initiativen auf einer großen Fachmesse zusammenarbeiten. Der Besuch war für alle Beteiligten eine spannende und lehrreiche Erfahrung.
Clemens Ortmann
Am Montag den 20.4.2026 unternahm der Französischkurs der J1 gemeinsam mit ihren Kollegen aus dem Spätbeginnerkurs eine Exkursion in die Stadt der Liebe, nach Paris. Nachdem wir uns früh am Hauptbahnhof getroffen haben, erreichten wir dank der schnellen Zugverbindung Paris gegen 11 Uhr. Nach anfänglichen Ticketproblemen am Gare de l’Est machten wir uns auf zum Eiffelturm. Die unseren Lehrkräften versprochenen zehn Minuten reichten uns doch nicht, denn die markanteste Sehenswürdigkeit der Stadt gab dann doch zu viele Fotomöglichkeiten her. Danach machten wir uns zu Fuß auf den Weg durch die Stadt und kamen an weiteren Highlights vorbei: dem Louvre, dem Jardin des Tuileries, der Seine und natürlich der Kathedrale Notre-Dame, welche wir auch von innen zu Gesicht bekamen.

Nach einer kurzen Pause im quartier latin hatten wir noch individuelle Zeit um uns das quartier Châtelet- Les Hallesanzusehen, bevor wir mit vielen Fotos auf dem Handy wieder die Heimreise antraten. Wir bedanken uns recht herzlich bei unseren Lehrkräften Frau Drewek und Frau Doll, welche diese tolle Exkursion für uns möglich machten!
Florian Marquardt, Shihyun Park (J1)
Am 22. und 23. April machten sich die Schülerinnen und Schüler des NwT-Profils der 10. Klassen im Rahmen der Profilfachtage an eine besondere Herausforderung: Beim Projekt „Make Your School“ entwickelten sie mit viel Engagement, Kreativität und technischem Geschick eigene Ideen, um den Schulalltag zu optimieren.
In kleinen Teams wurde getüftelt, programmiert, gebaut und getestet. Dabei entstanden beeindruckende Prototypen, die zeigten, wie vielfältig technische Lösungen sein können. Die Projekte reichten von einem Tafelputzroboter über eine selbstreinigende Mikrowelle für den Oberstufenraum bis hin zu einem Wecker mit eher rabiaten Weckmethoden.
Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von den NwT-Lehrkräften sowie einem fünfköpfigen Mentorenteam, das sie mit fachlicher Unterstützung, praktischen Tipps und viel Motivation durch die beiden Projekttage führte. Besonders schön war, dass sich unter den Mentorinnen und Mentoren auch ehemalige Bismarck-Schüler befanden, die es sichtlich genossen, wieder einmal an „ihrer Schule“ zu sein.
Die Profiltage zeigten eindrucksvoll, wie viel Innovationsgeist, Teamarbeit und Problemlösekompetenz in unseren Zehntklässlerinnen und Zehntklässlern steckt. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Beteiligten für zwei spannende, produktive und inspirierende Projekttage.
Die traditionelle Griechischfahrt der Klassen 8 bis 11 führte uns in diesem Jahr nach Frankfurt am Main und in die Skulpturensammlung des Liebighauses. Nach einem Rundgang durch die Innenstadt mit Stationen an der Paulskirche, dem Goethe-Haus, der Frankfurter Börse, Zeil, Dom und am Römerberg, ging es über den Eisernen Steg (unter dem „homerischen Motto“ ΛΕΩΝ ΕΠΙ ΟΙΝΟΠΑ ΠΟΝΤΟΝ ΕΠ ΑΛΛΟΘΡΟΟΥΣ ΑΝΘΡΩΠΟΥΣ) ans andere Mainufer.
Im Liebighaus mit seiner wohl sortierten Sammlung antiker Plastiken übernahmen die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Griechisch der J1 die Rolle der Museumsguides: Im Vorfeld hatte die Gruppe zentrale Werke der Sammlung eigenständig erschlossen und kurze Führungen vorbereitet. Vor Ort präsentierten sie ihren Mitschülerinnen und Mitschülern dann enthusiastisch ausgewählte Highlights aus Archaik, Klassik und Hellenismus.
Die gewinnenden Vorträge des Leistungskurses, die Qualität der Ausstellungsstücke und das einzigartige Ambiente der historischen Gründerzeitvilla trugen zu Erfolg und bleibenden Eindrücken unseres Ausflugs bei! Diesen konnten die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen bei herrlichem Wetter mit eigenen Erkundungstouren durch Frankfurt beschließen.
Viktor Gottesmann
Am Montag, den 23.03.2026, hat der Seminarkurs Recht das Bundesverfassungsgericht besucht. Leider konnte krankheitsbedingt nur ungefähr die Hälfte von uns teilnehmen. Diejenigen, die anwesend waren, mussten sich zuerst einer ausführlichen Sicherheitskontrolle unterziehen. Daraufhin haben wir Dr. Peter Frank, Richter des zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts, getroffen.
In der folgenden Stunde hatten wir die Möglichkeit, uns mit ihm zu unterhalten. Dabei ging es zunächst um einige grundlegende Dinge zum Thema Grundrechte sowie zum Aufbau des Bundesverfassungsgerichts. Auch über dessen Verhältnis zu anderen Gerichtshöfen hat uns Herr Dr. Frank aufgeklärt. Das Bundesverfassungsgericht ist in Deutschland zwar die höchste Instanz, in bestimmten Gebieten gibt es jedoch eine sogenannte Einzelermächtigung. Das bedeutet, dass die Länder der Europäischen Union einzelne Kompetenzen an die EU abgeben, dementsprechend gelten hier nicht mehr die Gesetze der einzelnen Mitgliedstaaten und das Bundesverfassungsgericht ordnet sich dem Europäischen Gerichtshof unter.
Auch haben wir lange über die Richterzusammensetzung am Bundesverfassungsgericht gesprochen. Diese müssen jeweils zur Hälfte vom Bundestag und vom Bundesrat gewählt werden. Zudem gibt es verschiedene Kriterien, die erfüllt sein müssen. Beispielsweise müssen von den acht RichterInnen in jedem der beiden Senate jeweils mindestens drei ehemalige RichterInnen eines Oberlandesgerichtes sein. Außerdem müssen KandidatInnen JuristInnen im Alter von 40 bis 67 sein. Aufgrund der Tatsache, dass das Vorschlagsrecht für die Ämter zwischen den Parteien CDU, SPD, FDP und den Grünen aufgeteilt ist, kam hier aus aktuellem Anlass auch die Frage auf, ob auch eine Partei wie die AFD dieses Recht erhalten sollte. Diese Fragestellung hat uns zum Verhältnis von Politik und Rechtsprechung geführt. Denn während (wie wir im letzten Jahr bei der Richterwahl gesehen haben) die Besetzung der Richterposten zwar etwas Politisches ist, sind Judikative und Legislative ansonsten getrennt.
Außerdem waren wir von praktischen Herausforderungen des Bundesverfassungsgerichts fasziniert und haben uns einige Fragen gestellt, beispielsweise: Wie kann ein einziges Gericht mit gerade einmal 16 RichterInnen jährlich um die 5000 Fälle bearbeiten? Wir durften die Gesprächsthemen aktiv mitbestimmen und beispielsweise auch über unsere anstehenden Seminararbeiten sprechen.
Schlussendlich hatten wir außerdem die Möglichkeit, den aus dem Fernsehen bekannten Sitzungssaal des Gerichts zu besichtigen. Dort haben wir neben dem beeindruckenden Raum selbst auch den Ausblick auf das Schloss bestaunt.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Dr. Peter Frank und allen Angehörigen des Bundesverfassungsgerichts sowie bei unseren Lehrkräften Frau Kröhl und Frau Klering, die uns diesen interessanten und lehrreichen Besuch ermöglicht haben.
– Sarah Lechleiter, J1